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	<title>BLATTHIRSCH</title>
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	<description>Das Flugblatt für Kultur, Freiräume und Zivilcourage im Bezirk Vöcklabruck</description>
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		<title>Was dieser Hirsch bringt</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Sep 2011 11:56:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Blatthirsch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blatthirsch #08]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Trari trara, der Hirsch ist da! Und auch diesmal hat er in seinem Blatt wieder Spannendes zu bieten.</p>
<p>Ganz links auf dieser Seite freut sich Lisa Lehner über den Erfolg des Bausteinprojektes für ein offenes Kulturhaus in Vöcklabruck. Rechts daneben findet sich ein Plädoyer des Umsteigers Christoph Staufer fürs Einsteigen. Er hat übrigens auch seine Premiere [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Trari trara, der Hirsch ist da! Und auch diesmal hat er in seinem Blatt wieder Spannendes zu bieten.</p>
<p>Ganz links auf dieser Seite freut sich Lisa Lehner über den Erfolg des Bausteinprojektes für ein offenes Kulturhaus in Vöcklabruck. Rechts daneben findet sich ein Plädoyer des Umsteigers Christoph Staufer fürs Einsteigen. Er hat übrigens auch seine Premiere als Hirschautor. Darüber wiederum, also links dieser Zeilen hat sich wieder unser grandioser Mundartdichter Sebastian Reiner verlyrikt. Und der letzte Text auf Seite 1, direkt hier drunter, stammt von unserem Kolumnist, dem Maitre Maitau, der sich diesmal weniger lautmalerisch dem Thema öffentliche Verkehrsmittel angenommen hat. Der Kolumnentitel bleibt aber derselbe, nach sturer Hirschmanier.</p>
<p>Bis jetzt geht’s also irgendwie immer um Zug und Umsteigen. Anlass dafür ist das Festival der Regionen, das heuer von 22. Juni bis 3. Juli in Attnang Puchheim stattfindet, und weswegen Kultur in Attnang Schwerpunktthema dieser Ausgabe ist. Auf der Rückseite ganz links oben fragt sich daher Beate Treml welche Chancen das Kulturfestival für Attnang und seine Bewohner_innen bringt. Benjamin Peneder beschäftigt sich rechts daneben mit demselben Thema, allerdings aus einer stadtgestalterischen Perspektive. Links unten befindet sich ein Text von Nicole Tesch und Sebastian Schneeweiß, zwei neuen Blatthirschschreiberlingen. Sie haben die Geschehnisse rund um ein altes Attnanger Gebäude, den sogenannten Bundessaal, zusammengefasst und kommentiert. Last but not least und etwas aus der Themenreihe tanzend, eine Reportage von Simon Zauner über eine relativ neue Sportart – Das Hockern. Und das diesmal sehr farbenfrohe Layout stammt von Eva Brandstötter. Danke dafür!</p>
<p>Viel Vergnügen beim Lesen wünscht die Redaktion. Anregungen und Kritik bitte an <a href="mailto:redaktion@blatthirsch.at">redaktion@blatthirsch.at</a> senden.</p>
<p>P.S.: Der Hirsch ist übrigens auch umgestiegen – auf Ökodruck nämlich – und dadurch etwas umweltfreundlicher geworden.</p>
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		<title>Kulturhaus, jetzt aber wirklich!</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Sep 2011 11:50:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Blatthirsch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blatthirsch #08]]></category>

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		<description><![CDATA[<p></p>
<p>Selbstorganisation zeigt  Wirksamkeit . Dies hat die Bausteinaktion für ein Kunst- und Kulturhaus in Vöcklabruck in den letzten Monaten eindeutig bewiesen. Wir hatten das ewige Warten auf staatliche Finanzierung satt und starteten die Lokomotive aufs Neue. Wie unser Trumpf zum Triumph hallt seit März 2011 ein Spendenaufruf durch den Bezirk, um im Zuge aktiver [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 0.79in } 		P { margin-bottom: 0.08in } 		A:link { color: #0000ff } --><a rel="attachment wp-att-627" href="http://blatthirsch.at/wp/blatthirsch-08/kulturhaus-jetzt-aber-wirklich/attachment/marodnemarsch2"><img class="size-full wp-image-627 alignleft" title="marodnemarsch2" src="http://blatthirsch.at/wp/wp-content/uploads/2011/09/marodnemarsch2.jpg" alt="" width="720" height="479" /></a></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Selbstorganisation zeigt </span></span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"> </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Wirksamkeit</span></span><span style="font-size: xx-small;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"> </span></span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">. Dies hat die Bausteinaktion für ein Kunst- und Kulturhaus in Vöcklabruck in den letzten M</span></span><span style="font-family: Arial, sans-serif; font-size: small;">onaten eindeutig bewiesen. Wir hatten das ewige Warten auf staatliche Finanzierung satt und starteten die Lokomotive aufs Neue. Wie unser Trumpf zum Triumph hallt seit März 2011 ein Spendenaufruf durch den Bezirk, um im Zuge aktiver Gegenwartskultur einen Veranstaltungsraum für die Vereine der Umgebung zu realisieren. Das seit Jahren leerstehende Gebäude der Hatschek-Stiftung steht hierfür schon seit 2006 als geeigneter Ort im Raum und wartet nur darauf endlich zum Zug zu kommen.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Dank hunderter privater Spender_Innen, sponsernder Firmen sowie zweier  Benefizveranstaltungen von und mit engagierten Kulturschaffenden, sind Ende Mai schon gute 13.000 € freiwilliger Gaben in der Kulturkassa gelandet. Es herrscht Zuversicht, <span style="color: #000000;">das erste Etappenziel bald zu erreichen. </span>Dabei handelt es sich um rund 20.000 €, die nötig sind, um die baubehördlich geforderten Renovierungsarbeiten umzusetzen. Die Stadt Vöcklabruck hat als Abgangsgemeinde schon vor Monaten beim Land OÖ um eben diesen Betrag für die Minimaladaptierung angesucht, aber bisher kam kein positives Echo zurück. Bleibt zu hoffen, dass unsere Eigeninitiative jetzt mal Schwung in die Kulturpolitik bringt. Denn wir können jeden Baustein brauchen, denkt man zusätzlich an das Anschaffen der Innenausstattung etc. Auch Sachspenden sind hierfür herzlich willkommen. </span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Aktiv mitbeleben kann man das Ganze übrigens jetzt schon jeden Donnerstag ab 17:30 Uhr auf der Grünfläche rund um unser Wunschobjekt, wo wir uns durch gemeinsames Picknicken, Jonglieren und Musizieren sozusagen die Wartezeit verkürzen, indem wir sie zur Vernetzung nutzen. In diesem Sinne findet am 2. Juli außerdem das</span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;"> </span></span></span><span style="color: #0000ff;"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Benefiz Beachvolleyball- und Beachsoccerturnier hinter dem Vöcklabrucker Stadion statt, das sich auf zahlreiche Teilnehmende und Besucher_Innen freut. </span></span></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Mittlerweile hat unser Durchhaltevermögen die Stadt immerhin schon soweit bewegt nun tatsächlich mit einem Bein auf den Zug </span></span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><!-- Mit einem Bein aufspringen...? Besser vl aufsteigen --></span></span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">aufzuspringen</span></span><span style="font-size: xx-small;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><!-- Geschmackssache - man kann auch mit einem Bein aufspringen --></span></span></span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">. Mittels der offiziellen Gutheißung des Projektes bekamen wir nach jahrelangem Hin und Her endlich unseren Freifahrtschein. Sofern die Versprechungen diesmal nicht leer bleiben, könnte es endlich gelingen, den bürokratischen Schlafwagen abzukoppeln. Die Weichen sind gestellt. Damit heißt&#8217;s bitte alle einsteigen in einen Zug erster Klasse, der kunstbegeisterte Passagiere auf eine kunterbunte Kulturreise einlädt. Volle Fahrt voraus! – Wir sehen uns am Ziel.</span></span></p>
<p><em><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Bausteine können durch Überweisung auf folgendes Bankkonto des Dachvereins Kunst- und Kulturhaus beigetragen werden: Sparkasse OÖ, BLZ: 20320, Kontonr: 32100-097653. Mehr Information auf: </span></span><span style="color: #0000ff;"><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">www.kulturhaus-vb.org</span></span></span></span></em></p>
<p><em>Text von Lisa Lehner</em></p>
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		<title>Umsteigen-Einsteigen</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Sep 2011 12:08:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Blatthirsch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blatthirsch #08]]></category>

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		<description><![CDATA[<p></p>
<p>Alte Movies aus der Hippiezeit erinnern uns hin und wieder daran, dass es mal so etwas wie Autostopper_Innen gegeben hat. Heute sind Autostopper_Innen fast gänzlich von der Straße verschwunden. Ihre gelegentliche Anwesenheit ruft manchmal sogar Unverständnis hervor.
Überteuerte Zugtickets haben mich zum &#8220;Umsteigen&#8221; und „Einsteigen“ auf die Straße bewegt. Am Anfang war es eine überwiegend ökonomische [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 0.79in } 		P { margin-bottom: 0.08in } 		A.western:link { so-language: zxx } 		A.ctl:link { so-language: zxx } --><a rel="attachment wp-att-622" href="http://blatthirsch.at/wp/blatthirsch-08/umsteigen-einsteigen/attachment/grissi"></a><a rel="attachment wp-att-623" href="http://blatthirsch.at/wp/blatthirsch-08/umsteigen-einsteigen/attachment/grissi-2"><img class="size-full wp-image-623 alignleft" title="grissi" src="http://blatthirsch.at/wp/wp-content/uploads/2011/09/grissi1.jpg" alt="" width="461" height="614" /></a></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Alte Movies aus der Hippiezeit erinnern uns hin und wieder daran, dass es mal so etwas wie Autostopper_Innen gegeben hat. Heute sind Autostopper_Innen fast gänzlich von der Straße verschwunden. Ihre gelegentliche Anwesenheit ruft manchmal sogar Unverständnis hervor.<br />
Überteuerte Zugtickets haben mich zum &#8220;Umsteigen&#8221; und „Einsteigen“ auf die Straße bewegt. Am Anfang war es eine überwiegend ökonomische und ein wenig auch eine ökologische Entscheidung, denn als Mitfahrer verursacht man nur ein minimalen CO²-Mehrausstoß. Je länger und öfter ich jedoch Autos stoppte, umso mehr Blickwinkel öffneten sich mir. Autostoppen bietet die Möglichkeit mit neuen Menschen zusammenzukommen, die man auf  anderem Wege wahrscheinlich nie kennengelernt hätte. Ich bin mit armen, reichen, gesprächigen, schweigenden, alten und jungen Menschen mitgefahren, die alle eines gemeinsam haben: Sie haben sich auf eine neue Situation</span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><!-- Vielleicht besser mit Gedankenstrichen?  --></span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">,</span><span style="font-size: xx-small;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><!-- wär ich auch dafür --></span></span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"> ja einen neuen Menschen, eingelassen und jemandem geholfen. Meine Versuche ein Auto zu stoppen rufen dabei die unterschiedlichsten Reaktionen unter den Vorbeifahrenden hervor. Die Palette reicht von neugierig über erfreut bis zu zweifelnd und auch ängstlich. Auf meinen Touren habe ich durchwegs positive Erfahrungen gemacht und ein anderes Bild von Österreich bekommen. Die Menschen sind entgegen vieler Meinungen hilfsbereit und haben auch immer eine spannende Geschichte im Angebot. Autostoppen ist natürlich nicht komplett risikofrei, aber bei weitem nicht so gefährlich wie ein Großteil der Menschen glaubt. Viele träumen vom Aussteigen, ich vom Einsteigen. In diesem Sinne, Daumen hoch.<br />
</span><span style="color: #000080;"><span style="text-decoration: underline;"><a href="https://www.freieszene.org/redirector.php?url=http%3A%2F%2Fwww.dereinsteiger.wordpress.com" target="_blank"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">www.dereinsteiger.wordpress.com</span></a></span></span></p>
<p><em>Text von Christoph Staufer</em></p>
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		<title>umsteing</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Sep 2011 11:51:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Blatthirsch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blatthirsch #08]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>aus da wöt
aufd wöt kema
umschaun
umanonda
gee und
schtee
und boid scho
wida ind wöt
eischteing
und ofoan</p>
<p>Gedicht von Sebastian Reiner</p>
<p>&#160;</p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 0.79in } 		P { margin-bottom: 0.08in } -->aus da wöt<br />
aufd wöt kema<br />
umschaun<br />
umanonda<br />
gee und<br />
schtee<br />
und boid scho<br />
wida ind wöt<br />
eischteing<br />
und ofoan</p>
<p><em>Gedicht von Sebastian Reiner</em></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>lautmalerei</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Sep 2011 12:06:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Blatthirsch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blatthirsch #08]]></category>
		<category><![CDATA[Blatthirsch 8]]></category>
		<category><![CDATA[LAUTmalerei]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Wer ein Automobil besitzt macht sich eigentlich kaum Gedanken über den öffentlichen Verkehr. Der öffentliche Verkehr ist den Autofahrer_innen insofern egal, als sie ihn nicht brauchen und daher gerne vergessen, dass öffentliche Verkehrsmittel und die dazu gehörende Infrastruktur elementare Teile des Gemeinwohls sind.</p>
<p>Wer einen Personenkraftwagen besitzt beschwert sich über steigende Benzinpreise. Die Tatsache, dass in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer ein Automobil besitzt macht sich eigentlich kaum Gedanken über den öffentlichen Verkehr. Der öffentliche Verkehr ist den Autofahrer_innen insofern egal, als sie ihn nicht brauchen und daher gerne vergessen, dass öffentliche Verkehrsmittel und die dazu gehörende Infrastruktur elementare Teile des Gemeinwohls sind.</p>
<p>Wer einen Personenkraftwagen besitzt beschwert sich über steigende Benzinpreise. Die Tatsache, dass in unserer Gesellschaft Menschen leben, die sich Benzin und Auto überhaupt nicht mehr leisten können, gehört aber nur insofern zum Problembewusstsein, als sie die eigenen Reparaturen und Leasingraten betreffen. Vielleicht werden deshalb kaum mehr Anhalter_innen mitgenommen? Der Verlust von Solidarität und sozialem Zusammenhalt ist besonders gut im Individualverkehr abgebildet.</p>
<p>Aber nicht nur auf den Straßen, auch im öffentlichen Verkehr, bei den Bundesbahnen wurde zerschlagen, ausgelagert und filetiert. Nun wird gar davon gesprochen, die ÖBB vollständig zu privatisieren. Gut möglich, dass ohnedies alle unter eine Decke stecken und mit einer Debatte über die Privatisierung der Bahn auch die Frage, wer in Zukunft die Regionalstrecken betreiben könnte, privatisiert wird. Meine Einschätzung: private Betreiber_innen werden es wohl nicht machen.</p>
<p>Gerade am Beispiel der Salzburger Lokalbahn ließe sich aber gut erkennen, wie eine Regionalbahn erfolgreich zu betreiben wäre und welche Vorteile sich dadurch für die Menschen ergeben. Wir sprechen von gesellschaftlichem Mehrwert. Der Flachgau hat sich in den letzten Jahren zu einer der Wachstumsstärksten Regionen Österreichs entwickelt.</p>
<p>Die Verträge des Landes OÖ mit den Bundesbahnen gelten eigentlich bis 2017. Bereits jetzt wird aber über die Zukunft der Regionalbahnen verhandelt. Die ÖBB wollen sie loswerden und betreiben Kundenvertreibung, wie mir vor kurzem ein verärgerter Pendler in Attnang-Puchheim versicherte. Bleibt die Hoffnung auf Besinnung. Zugegeben das ist nicht viel, aber Klimawandel, Ausverkauf öffentlichen Eigentums und Abwanderung aus den Regionen sollten eigentlich ausreichen, um noch einmal über die Verkehrspolitik in Oberösterreich nachzudenken.</p>
<p><em>Kolumne von Maitau</em></p>
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		<title>Umsteigen und Dableiben</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Sep 2011 12:02:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Blatthirsch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blatthirsch #08]]></category>

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		<description><![CDATA[<p> </p>
<p lang="de-DE">Auf der Homepage des Festivals der Regionen wird einer_einem vor die Nase geknallt, was für viele Menschen die erste Assoziation zu Attnang-Puchheim ist: eine graue, trostlose, nachts potentiell unheimliche Unterführung am Bahnhof. Das gilt nicht nur für Durchreisende, selbst viele Vöcklabrucker_innen aus anderen Ecken des Bezirks wissen nicht, dass es in Attnang öffentliche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 0.79in } 		P { margin-bottom: 0.08in } --> <!-- 		@page { margin: 0.79in } 		P { margin-bottom: 0.08in } --></p>
<p lang="de-DE"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Auf der Homepage des Festivals der Regionen wird einer_einem vor die Nase geknallt, was für viele Menschen die erste Assoziation zu Attnang-Puchheim ist: eine graue, trostlose, nachts potentiell unheimliche Unterführung am Bahnhof. Das gilt nicht nur für Durchreisende, selbst viele Vöcklabrucker_innen aus anderen Ecken des Bezirks wissen nicht, dass es in Attnang öffentliche Plätze gibt, die sich kulturell bespielen lassen. Wobei, „nicht-wissen“ ist nicht ganz richtig, passender ist vielleicht, dass mensch darüber nie nachgedacht hat. Findet sich doch über Attnang selten Positives in den Medien. Und taucht die Stadt in Gesprächen auf, dann fast ausschließlich im Zusammenhang mit Bahnreisen. Dass dies alles für eine positive kommunale Identität bestimmt nicht förderlich  ist, liegt auf der Hand.</span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Das FdR ist also die Chance für die Stadt und ihre Bürger_innen, Attnang einmal anders zu erleben, es wird sich was tun in Nang-Pu und sicher werden auch die Medien während des Festivals Erfreuliches über die Stadt zu berichten wissen. </span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Es finden sich auch Projekte am FdR, die versuchen auf die Attnanger_innen zuzugehen und sie einbinden, etwa mit so Profanem wie der Frage nach ihren Kochrezepten beim Projekt „Restaurant Anni“ oder die Medienkarawane, die Menschen aus der Stadt das Werkzeug und Know-How zur Produktion von freien Medien in die Hand gibt.</span></span></p>
<p lang="de-DE"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Und doch drängt sich bei so manchem Projekt die Frage auf, ob hier nicht doch nur der Zeitkultur-Circus in die Stadt kommt, gefolgt von der üblichen Kulturschickeria aus den großen Städten an der Westbahnstrecke, die nach dem Motto „Gemma Kunst im gescheiterten Provinzkaff schauen“ das Erlebnis „Attnang-Puchheim nicht nur durchs Zugfenster“ konsumiert. Im schlimmsten Fall macht sich der Festival-Tross dann nach zwölf Tagen aus dem Staub und für Attnang und seine Bewohner_innen ist nachher alles wieder wie vorher: grau, trostlos und nachts potentiell unheimlich. </span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Dies zu verhindern, ist zum einen Aufgabe der Festivalorganisator_innen, die sich hoffentlich schon gemeinsam mit den Künstleri_innen Gedanken darüber gemacht haben, wie anspruchsvolle, moderne Kunstprojekte auch Menschen zugänglich gemacht werden können, die sich mit dieser Materie bisher nicht beschäftigt haben. </span></span></p>
<p lang="de-DE"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Aber es liegt auch in der Verantwortung der einheimischen Bevölkerung, offen für das Gebotene zu sein und so viele neue Erfahrungen, Einsichten und Erlebnisse wie nur irgendwie möglich aus diesen zwölf Tagen zu ziehen. Damit der Geist des Festival der Regionen in Attnang-Puchheim nicht nur umsteigt, sondern dableibt.</span></span></p>
<p lang="de-DE"><em>Kommentar von Beate Treml</em></p>
<p lang="de-DE"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><br />
</span></span></p>
<p lang="de-DE"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><a rel="attachment wp-att-614" href="http://blatthirsch.at/wp/blatthirsch-08/umsteigen-und-dableiben/attachment/umsteigenbeate"><img class="size-full wp-image-614 alignleft" title="umsteigenbeate" src="http://blatthirsch.at/wp/wp-content/uploads/2011/09/umsteigenbeate.jpeg" alt="" width="270" height="184" /></a></span></span><em><br />
</em></p>
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		<title>Attnang-Puchheim und das Festival der Regionen: Eine Chance für die Stadtentwicklung</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Sep 2011 12:02:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Blatthirsch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blatthirsch #08]]></category>

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		<description><![CDATA[<p> Die eineinhalb Wochen von 23. Juni bis 3. Juli stellen für Attnang-Puchheim ein markantes Datum dar: In diesen 11 Tagen ist die Kleinstadt Austragungsort des Festivals der Regionen 2011. Dass diese Veranstaltung eine Chance für die Stadt und ihre Entwicklung birgt, ist unbestritten. Die Frage ist, wie und ob sie überhaupt genützt wird.
Dass die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 0.79in } 		P { margin-bottom: 0.08in } --> <!-- 		@page { margin: 0.79in } 		P { margin-bottom: 0.08in } --><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Die eineinhalb Wochen von 23. Juni bis 3. Juli stellen für Attnang-Puchheim ein markantes Datum dar: In diesen 11 Tagen ist die Kleinstadt Austragungsort des Festivals der Regionen 2011. Dass diese Veranstaltung eine Chance für die Stadt und ihre Entwicklung birgt, ist unbestritten. Die Frage ist, wie und ob sie überhaupt genützt wird.<br />
Dass die Kleinstadt über ihre weithin bekannte Funktion des Bahnknotenpunkts hinaus wenig zu bieten hat(te) fällt nicht mal auf. Aus städtebaulicher Sicht ist ein heute deutlich auftretendes Problem der mehr oder weniger verwaiste Stadtplatz. Er bietet aber auch wenig Anreiz, dort zu verweilen: Kein Kaffeehaus, nur einige Geschäfte und eine hingeworfene Grünfläche.<br />
Sicherlich ist die Ursache für diesen Missstand – der notwendig rasche Wiederaufbau nach der Bombardierung im zweiten Weltkrieg – schwerwiegend und der Rahmen für Stadterneuerung dadurch stark eingeengt. Nichtsdestotrotz wurde aber in den letzten Jahrzehnten verabsäumt, mit der Zeit zu gehen und stattdessen den Trends hinterhergehechelt.</span></span></span></p>
<p><em>Welche Chancen bestehen für Attnang-Puchheim und wie kann das Festival der Regionen zu deren Nutzung beitragen?<br />
</em><br />
Attnang-Puchheim steht für ein paar Tage im Licht einer breiteren Öffentlichkeit. Wenn es gelingt, dieser die Stärken einer Stadt (Wohnen, Zentralität, reizvolle Landschaften in der Umgebung, etc.) zu vermitteln, kann dies zu einer besseren Reputation von Attnang-Puchheim in der öffentlichen Meinung führen und daran anknüpfend zu gesteigertem Selbstbewusstsein der Stadt und ihrer Bewohner_Innen.<br />
Konkret muss eines der vielen Ziele die Belebung des Stadtplatzes sein – Attnang-Puchheim braucht ein starkes Zentrum. Dass das Wirtshaus Post einen neuen Betreiber gefunden hat ist ein wichtiges Signal, das nicht alleine stehen bleiben darf. In der Zeit des Umbaus des Bahnhofs und auch danach  ist es wichtig, (Durch -)Reisenden, Umsteiger_Innen und Wartenden einen Anreiz zu bieten, den Stadtplatz, der gedanklich weiter vom Bahnhof entfernt ist, als tatsächlich, zu besuchen.<br />
Die durch das Festival der Regionen freigesetzte Motivation und das Engagement aufrecht zu erhalten und weiter zu nützen wird ein zentrales Anliegen der Stadt sein müssen, um sich positiv entwickeln zu können und wichtige Projekte zu starten.<br />
Es braucht keine Neudefinition der Stadt Attnang-Puchheim, sie muss sich nur auf ihre Stärken besinnen und diese geschickt in Szene setzen: Die Stadt soll (mit all ihren Vorzügen) als solche positioniert werden.</p>
<p><em>Analyse von Benjamin Peneder</em></p>
<p><em><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><br />
</span></em></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Jugendliche, Hirschn und die Politik</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Sep 2011 12:01:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Blatthirsch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blatthirsch #08]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>„Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte
Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den
älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen
Leute stehen nicht mehr auf, wenn ältere das Zimmer betreten.
Sie widersprechen ihren Eltern und tyrannisieren ihre Lehrer.“ 
Dieses Zitat stammt von Sokrates (um 400 vor Christus), erinnert aber stark an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>„Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte<br />
Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den<br />
älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen<br />
Leute stehen nicht mehr auf, wenn ältere das Zimmer betreten.<br />
Sie widersprechen ihren Eltern und tyrannisieren ihre Lehrer.“ </em><br />
Dieses Zitat stammt von Sokrates (um 400 vor Christus), erinnert aber stark an Aussagen, die man auch heutzutage immer wieder hört. Einige Musikgruppen und deren Freund_Innen und Bekannte wollten genau dieses Bild von der verdorbenen Jugend mit dem Projekt „Bundessaal &#8211; Altes bewahren – Neues gestalten – Zukunft gewinnen“ widerlegen. Der ehemalige „Veranstaltungssaal der Bünde“, ein uraltes Haus in Puchheim, zwischen Feuerwehr und Anna-Apotheke, wäre der ideale Raum für ein offenes Jugendzentrum gewesen, da es bereits seit 2002 von Musiker_innen für ihre Proben und als Treffpunkt einer vielfältigen Jugendkultur genutzt wurde. Die Jugendlichen überlegten sich also eine Strategie, um das Projekt umsetzungsfähig zu machen und das langsam verfallende Haus langfristig zu erhalten. Es sollten nicht nur Bandräume und ein Freizeitplatz für die Jugend geschaffen werden, sondern auch die Möglichkeit, dass durch  Mitgestaltung, Mitsprache und der Übernahme von Verantwortung, Attnang-Puchheim ein Stück seiner Identität behielte. Das besagte Haus hat nämlich eine lange Geschichte. 1735 durch den Grafen von Salburg erbaut, diente es ursprünglich als Glashaus. Im Lauf der Jahrhunderte wurde es unter anderem lange Zeit als „Veranstaltungssaal der Bünde“, ein Treffpunkt für Männer-, Frauen-, Jungmänner- und Jungfrauenbund und als Theater genutzt. Allein deshalb schon würde sich der Erhalt und die Revitalisierung des Saales lohnen.</p>
<p>Für Jugendliche gibt es in Attnang kaum Freiräume. Das betreute Jugendzentrum „nang-pu“ ist für eine Zielgruppe zwischen 13 und 18 Jahren gedacht. Durch immer  höhere Ausbildungsanforderungen für den Berufseinstieg wird die Jugendphase jedoch immer länger und dauert mitunter fast bis zum 30. Lebensjahr. Für diesen Teil der Jugend fehlen Freiräume in Attnang (und nicht nur dort) zur Gänze. Das Projekt „Bundessaal“ wäre genau so ein Treffpunkt geworden. Ein Raum für unkomplizierte Mischformen von Ausstellungen, Konzerten, Ausschank, usw., um kulturelles Schaffen und gegenseitigen, inspirierenden Austausch zu fördern.<br />
Attnanger Gemeinderatssitzung im Juni 2006. Den Rücken gestärkt von 50 Leuten und einer 600 Unterschriften starken Befürworter_Innenliste brachten die jugendlichen Kulturschaffenden ihr Anliegen vor. Rückhalt boten ihnen auch manche Parteien, allerdings schien es fast, so Mike Schumer, einer der beiden Sprecher der Initiative, als wäre trotz allen vorangegangenen Zusagen der Abriss des betroffenen Hauses bereits fix geplant gewesen.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-606" href="http://blatthirsch.at/wp/blatthirsch-08/jugendliche-hirschn-und-die-politik/attachment/marodnemarsch1"><img class="size-full wp-image-606 aligncenter" title="marodnemarsch1" src="http://blatthirsch.at/wp/wp-content/uploads/2011/09/marodnemarsch1.jpg" alt="" width="480" height="720" /></a></p>
<p>Denn es gab natürlich nicht nur Befürworter_innen des Jugendprojektes, sondern auch Gegner_innen. Diese hatten eigene Pläne dafür, was mit dem Grundstück nach Abriss des Hauses geschehen sollte. Erst einmal ein Parkplatz und in ferner Zukunft vielleicht ein Konzert- und Opernhaus mit allem dazugehörigen Pipapo. Das brachte die verantwortlichen Politiker scheinbar dazu, Scheuklappen aufzusetzen und weder links noch rechts zu schauen. So kam auch ein Argument – nämlich das angeblich fehlende Geld – zur Sprache. Mit den im Konzept der Befürworter_Innen veranschlagten knapp 450.000 Euro wären die gesamte Renovierung, sowie ein vollständiges, funktionsfähiges Inventar abgedeckt gewesen. Die Kosten eines Opernhauses wären viel höher. Und die für den Abriss der Gebäudesubstanz und das Asphaltieren der Parkplätze werden vermutlich auch nicht gerade gering sein. Weiteres interessantes Faktum: Das benachbarte Kulturzentrum Schloss Puchheim kostete 7 Millionen.</p>
<p>Durch Verleumdungen und falsche Auskünfte, wie die Unterstellung „Menschen in schwarzen BMWs nutzen den Platz zum Drogen dealen“,Verzögerungstaktiken der Politik und der bewussten Suche nach Fehlern, wurde das Haus der Bünde nun durch einen Beschluss des Gemeinderates tatsächlich zum Abriss freigegeben! Ein Akt der Demokratie? Nicht nur eine große Gruppe Jugendlicher wurde für die Interessen Weniger vertrieben, sondern auch die hinter dem Gebäude heimischen Dammhirschen und das Rotwild werden durch das „Konzerthauskonzept“ ihren Weideplatz verlieren.<br />
Deshalb sei hier noch der Aufruf aus dem Bundessaal-Konzept der Jugendinitiative zitiert: „Vertraut der Jugend! Gestalten wir die Zukunft gemeinsam!“</p>
<p><em>Text von Nicole Tesch und Sebastian Schneeweiß</em></p>
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		<title>&#8220;Do hockst die nieder!&#8221;</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Sep 2011 11:56:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Blatthirsch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blatthirsch #08]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Wenn sich Clemens, Nadin, Harrys und Jason treffen, um gemeinsam ihren Lieblingssport zu betreiben, schmieren sie ihre Sportgeräte mit Wachs ein, bevor es losgeht. Nein, es geht nicht ums Skifahren. „Hockern“ nennt sich die Sportart, bei der Tricks mit einem – ja genau – Hocker gemacht werden. Die 17 bis 20-jährigen Wiener_innen vereinen dabei Einflüsse [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn sich Clemens, Nadin, Harrys und Jason treffen, um gemeinsam ihren Lieblingssport zu betreiben, schmieren sie ihre Sportgeräte mit Wachs ein, bevor es losgeht. Nein, es geht nicht ums Skifahren. „Hockern“ nennt sich die Sportart, bei der Tricks mit einem – ja genau – Hocker gemacht werden. Die 17 bis 20-jährigen Wiener_innen vereinen dabei Einflüsse von Skaten, Akrobatik, Jonglage, Breakdance, Parcour in einer Sportart und jeder Bewegungsablauf endet mit Hinsetzen. “Die Möglichkeiten sind unbegrenzt. Man kann ständig neue Tricks erfinden”, erzählt Clemo, einer der ersten österreichischen Hockerer, begeistert.</p>
<p>Erfunden wurde die Sportart 2001 in Kiel von den drei Gründern des Vereins „1. Kieler Hockstars e.V.”, die zufällig auf die Idee kamen. „Eines langweiligen Abends kehrte ich nach einem Toilettengang ins Wohnzimmer zurück und ein alter 70ger-Jahre-Plastikhocker stand mir im Weg. Anstatt ihn ordentlich zur Seite zu stellen, trat ich ihn beiseite, wobei er abprallte und mir wie von selbst in die Hand „sprang“”, berichtet Hockstar „Ben Denn“ von der Geburtstunde des Hockerns. Lange Zeit interessierten sich sehr wenige dafür. Bis 2008, als die Brüder Michael und Stefan Landschütz aus Berlin ihren „SALZIG Sporthocker” auf den Markt brachten. Die aus Kunststoff gefertigten, speziell für den Hockersport designten Hocker erinnern optisch ein wenig an einbeinige Melkhocker und bieten viel mehr Möglichkeiten als ein normales Möbelstück, allein schon deshalb, weil man sich auf beide Enden draufsetzen kann. Ihre Sporthocker machten den Sport zu dem, was er heute ist und werden von allen aktiven Hockerinnen und Hockerern verwendet.</p>
<p>Werfen, fangen, setzen. Springen, balancieren, drehen, setzen. Handstand, setzen. Beim Hockern werden Einflüsse verschiedener Sportarten in einer vereint und auch die Namen der Tricks werden teilweise von anderen Sportarten übernommen, oder es werden einfach neue erfunden. „Das Trickpotential ist riesig und der Schwierigkeitsgrad bei den Tricks liegt zwischen ganz leicht und sehr, sehr schwer. Erfolgserlebnisse kommen schnell, talentierte Anfänger lernen in 5 Minuten ca. 10 Tricks”, so die Landschütz-Brüder, die auch selbst begeisterte Mitglieder der Hock-Szene sind.</p>
<p>Die Wiener Hockerer treffen sich heute am Rathausplatz. Immer wieder bleiben Passant_innen stehen, um ihnen beim Trainieren zuzusehen. Manche fragen, was die jungen Leute da denn machen und die Sportler_innen erzählen dann enthusiastisch von ihrem gemeinsamen Hobby. Die Reaktionen reichen von verwundert über amüsiert bis fasziniert. „Manche wollen Fotos machen, manche es selbst ausprobieren. Negative Reaktionen habe ich noch kaum erlebt. Diejenigen die es nicht interessiert, gehen eh vorbei.” so Clemo von den Wiener Hockerern. Die Sportler_innen treffen sich gern auf öffentlichen Plätzen um ihrem Hobby nachzukommen. “Dadurch können wir Hockern ganz nebenbei bekannter machen.”</p>
<p><a rel="attachment wp-att-640" href="http://blatthirsch.at/wp/blatthirsch-08/do-hockst-die-nieder/attachment/ninjo"></a><a rel="attachment wp-att-640" href="http://blatthirsch.at/wp/blatthirsch-08/do-hockst-die-nieder/attachment/ninjo"><img class="aligncenter size-large wp-image-640" title="Ninjo" src="http://blatthirsch.at/wp/wp-content/uploads/2011/09/Ninjo-460x306.jpg" alt="" width="460" height="306" /></a><br />
Den Hockersport kennen hierzulande noch wenige, doch die Szene wächst stetig an und neue Talente zeigen sich auf der Strasse und in Youtube-Videos. Über das Internet sind sie gut miteinander vernetzt. Es werden regelmäßig Veranstaltungen wie Contests, Parties und Hocker-Trainigscamps organisiert. Bereits 2006 fand in Kiel, dem Geburtsort der Sportart, das erste „Hocktoberfest“ statt, ein mehrtägiges Hockerertreffen, bei dem unter anderem auch die erste Hockernmeisterschaft abgehalten wurde. Auch heuer, Ende Oktober wird dieser Event wieder stattfinden. „In den letzten Jahren waren wir schon sehr über die steigende Anzahl der Sportbegeisterten überrascht. Wir haben nie versucht Hockern als Szenesport zu betreiben, freuen uns aber sehr, wenn der Sport aus der Nische heraustritt.”, meint der Kieler Urhockerer Ben.</p>
<p>Links:<br />
Website der Wiener Hockerer: http://www.hockwien.at/<br />
SALZIG Sporthocker: http://www.sporthocker.com/<br />
Kieler Hockstars e.V.: http://www.hockern.com/</p>
<p>Videolinks:<br />
Galileo-Beitrag:</p>
<p>http://www.prosieben.at/tv/galileo/videos/clip/36557-hockern-preview-1.2214057/</p>
<p>Youtube:</p>
<p><object width="500" height="306"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/TsVcMqgQdJo?start=35&#038;version=3"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/TsVcMqgQdJo?start=35&#038;version=3" type="application/x-shockwave-flash" width="500" height="306" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><object width="500" height="306"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/L6oUxBhc0W8?version=3"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/L6oUxBhc0W8?version=3" type="application/x-shockwave-flash" width="500" height="306" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><em>Reportage von Simon Zauner</em></p>
<p><em><br />
</em></p>
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		<title>Was dieser Hirsch bringt</title>
		<link>http://blatthirsch.at/wp/blatthirsch-07/was-dieser-hirsch-bringt</link>
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		<pubDate>Fri, 06 May 2011 18:10:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Blatthirsch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blatthirsch #07]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>The Hirsch is back! Wieder einmal hat es etwas länger gedauert. Erst ist lange nichts passiert. Uni, Arbeit und Projekte aller Art nahmen die RedakteurInnen einfach zu sehr in Anspruch. Doch in der
Faschingszeit regnete es auf einmal Texte &#8211; und plötzlich war kaum mehr genug Platz im neuen Hirsch. Doch nun zum Inhalt dieser Ausgabe:</p>
<p>Stefan [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>The Hirsch is back! Wieder einmal hat es etwas länger gedauert. Erst ist lange nichts passiert. Uni, Arbeit und Projekte aller Art nahmen die RedakteurInnen einfach zu sehr in Anspruch. Doch in der<br />
Faschingszeit regnete es auf einmal Texte &#8211; und plötzlich war kaum mehr genug Platz im neuen Hirsch. Doch nun zum Inhalt dieser Ausgabe:</p>
<p>Stefan Kasberger philisophiert gleich hier drunter über das revolutionäre Potential der 2011er Generation, daneben ist diesmal wieder unsere Rubrik Gut / Böse / Jenseits. Auf Seite 2 findet ihr eine Reportage über die Open Source Bewegung von Simon Zauner, einen Facebook-User_innen-Kommentar von Beate Treml und einen Überblick über einige der wichtigsten Open Source Programme von Richard Schachinger. Maitau hat wieder laut gemalt und auch in dieser Ausgabe werdet ihr von Sebastian Reiner und erstmals auch von Lisa Lehner mit Lyrik vom Feinsten rund um das Schwerpunktthema &#8220;Open Source&#8221; versorgt.</p>
<p>Viel Spaß beim Lesen wünscht die Redaktion!</p>
<p>Anregungen und Kritik bitte an<br />
redaktion [@] blatthirsch.at senden.</p>
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