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LAUTmalerei

Ein Bad Ischler fährt nicht unbedingt nach Vöcklabruck. Keine Berge, dafür drei Ampeln, Verkehr und viel Wind. Das ist die ehrliche, geradlinige und einfache Meinung der BergbewohnerInnen, die sel­ten einen Blick auf die weite Welt hinter den Bergen werfen.

Natürlich ist Vöckla­bruck mehr. Vöcklabruck liegt am Haus­ruck. Herrliche Waldlungen, immense Monokulturen, Feldwege in alle Richtun­gen. Eine der wohl schönsten Bahnstre­cken führt von Attnang über den Hausruck nach Eberschwang im Innviertel und einer der verlassensten Bahnhöfe Oberöster­reichs befindet sich in Holzleithen. Hier steht die Zeit still.

Und gleichzeitig dreht sich die Welt weiter, schreitet die Zeit in Siebenmeilenstiefeln voran. Denken wir an die Kulturarbeit in Vöcklabruck, dann denken wir an zeitgemäße Angebote, die in den Regionen nicht selbstverständlich sind. Hier wird nicht reproduziert, hier werden eigenwillige, originelle Wege ge­gangen. Kulturarbeit hat an der Vöckla mit politischer Bildung zu tun. Und genau das brauchen die Regionen. Auseinanderset­zung, Diskurs und Kontroverse statt Resig­nation und Abwanderung.

Vom Hausruck kommen viele Bäche, darin schwimmen Fische und nicht alle schwimmen mit dem großen Strom nach Wien und werden Tunnelmenschen, Luft­bewohnerInnen.

Kolumne von M. Maitau

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